Hier sind Ihre Optionen, wenn YouTube von Amazon-Gizmos verschwindet

Von Annick Jesdanun | AP 6. Dezember 2017

NEW YORK – Achtung Fire TV-Besitzer: YouTube könnte bald von Ihrem Amazon-Streaming-Gerät verschwinden. Aber Sie haben immer noch Optionen.

Google droht, YouTube bis zum 1. Januar von Fire TV zu entfernen, der neuesten Runde in einem erbitterten Kampf zwischen den beiden Tech-Schwergewichten. In diesem Fall können Fire TV-Besitzer weiterhin auf einem Telefon, Tablet oder PC fernsehen. Dazu gehört auch ein Amazon Fire-Tablet, da Google noch nicht damit gedroht hat, das zu blockieren.

Für diejenigen, die Fire TV aufgeben möchten, kann fast jedes andere Gerät YouTube abspielen. Nicht alle von ihnen werden Videos von Amazon abspielen, obwohl Apple TV erst am Mittwoch die Amazon-App erhalten hat.

Hier sind einige Gründe, warum Sie vielleicht bei Fire TV bleiben möchten – und einige nicht.

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DER FALL FÜR FIRE TV



YouTube war von Anfang an nie das Herzstück von Fire TV. Es ist nicht einmal eine vollwertige App auf Fire TV – nur ein Link zu einer YouTube-Website, die für mobile Geräte entwickelt wurde.

Fire TV selbst wird am besten als Begleiter von Amazons Prime-Treueprogramm im Wert von 99 US-Dollar pro Jahr gesehen und nicht als vollwertiges Streaming-Gerät. Obwohl Amazon bei der Förderung konkurrierender Dienste besser geworden ist, bleibt das über Prime verfügbare Video prominent.

In das Gerät ist der Sprachassistent Alexa von Amazon integriert. Neben Wetter, Sportergebnissen und Aktienkursen bietet es Wiedergabesteuerungen für einige ausgewählte Apps. So können Sie beispielsweise Alexa bitten, 30 Sekunden weiterzuleiten.

Der Fire TV Stick von Amazon für 40 US-Dollar eignet sich gut für normale HD-Fernseher. Wenn Sie einen 4K-Fernseher mit höherer Auflösung haben, möchten Sie den regulären Fire TV für 70 US-Dollar. Es gibt noch nicht viele 4K-Videos, aber der Preisunterschied ist im Vergleich zu den Kosten für 4K-Fernseher gering.

Der normale Fire TV bietet auch einen hohen Dynamikbereich, der einen besseren Kontrast hat und hellere Weiß- und dunklere Schwarztöne erzeugt. Auch hier kommt langsam HDR-Video.

Auf der anderen Seite bietet Fire TV keine iTunes- oder Google Play-Videos an – und YouTube könnte bald in die Liste aufgenommen werden. Der Fernbedienung von Fire TV fehlen auch Lautstärkeregler, was bei Streaming-Geräten zum Standard wird.

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GOOGLES ALTERNATIVE

Die aktuelle Fehde dreht sich um die Weigerung von Amazon, einige Google-Geräte zu verkaufen, die mit Amazon-Produkten konkurrieren. Dazu gehört Googles Chromecast, ein Streaming-Gerät, das billig, aber etwas schwierig zu bedienen ist, da Sie Videos auf Ihrem iPhone oder Android-Handy starten und dann den Stream auf den Fernseher umschalten müssen.

Viele Videodienste funktionieren mit Chromecast – aber Amazon lässt nicht zu, dass sein Videodienst mit dem Google-Gerät funktioniert.

Google bietet anderen Herstellern eine eigene Software für Streaming-Geräte namens Android TV an. Auf diesen Geräten werden die YouTube- und Play-Dienste von Google häufig in den Suchergebnissen in Rechnung gestellt, aber zumindest können Sie Amazon-Videos abrufen. Wieder kein iTunes.

Eines dieser Gadgets ist das Shield von Nvidia. Es ist teuer, beginnend bei 179 US-Dollar, kommt aber mit 4K und HDR. Sie erhalten Sprachsuchen über Googles Assistant – Wiedergabesteuerung mit einigen Apps, Wetterinformationen und einigen Daten, die Sie vielleicht nie an einen Fernseher fragen würden, z. B. den Flugstatus.

Shield ist leistungsstark und wurde speziell für Spieler entwickelt. Eine Funktion ermöglicht die gemeinsame Nutzung des Bildschirms beim Spielen. Ein Paket, das einen Gamecontroller enthält, kostet 20 US-Dollar mehr. Der Controller bietet Ihnen einen Kopfhöreranschluss für privates Hören und Freisprechen mit Google Assistant.

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MIT BEIDEN SCHÖN SPIELEN

Roku verfügt über eine der umfassendsten Kanalbibliotheken – mehr als 5.000, von denen Sie viele noch nie gehört haben. Sie können YouTube-, Google Play- und Amazon-Videos herunterladen, aber nicht iTunes.

Roku's Express kostet nur 30 US-Dollar. Mit dem Streaming-Stick für 50 US-Dollar erhalten Sie eine Fernbedienung mit Lautstärketasten und Sprachsuche – obwohl wir über grundlegende Fragen zu Shows und Apps sprechen, nicht über Wiedergabesteuerungen oder Informationen wie das Wetter. Der Streaming Stick Plus für 70 US-Dollar bietet 4K und HDR. Der Schnickschnack des 100-Dollar-Ultra enthält eine Fernbedienung, die einen Ton ausgibt, damit Sie ihn unter Ihren Couchkissen finden können.

Die Fernbedienung des Ultra verfügt über einen Kopfhöreranschluss, sodass Sie fernsehen können, ohne Mitbewohner aufzuwecken. Bei günstigeren Modellen erhalten Sie das über die Smartphone-App von Roku. (Mit Fire TV und Apple TV können Sie kabellose Kopfhörer koppeln.)

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FÜR APFEL-FANS

Apple TV ist das einzige Gerät, das iTunes unterstützt. Es hat auch YouTube, aber es gibt kein Google Play. Amazon ist seit Mittwoch bei Apple TV.

Obwohl kein iPhone erforderlich ist, ist Apple TV mit einem am nützlichsten. Das Basisgerät kostet 149 US-Dollar; eine Version mit 4K und HDR kostet 30 Dollar mehr. Sie zahlen für das Erlebnis – insbesondere für die Integration und Synchronisierung mit anderen Apple-Gadgets. Sie können beispielsweise Passwörter auf einem iPhone eingeben, anstatt über eine Tastatur auf dem Fernseher zu navigieren.

Siri bietet ähnliche Wiedergabesteuerungen und Informationsabfragen wie Alexa und Google Assistant. Das Touchpad auf der Fernbedienung bietet schnelleres Vor- und Zurückspulen als Konkurrenten.

Und während alle Streaming-Geräte mehr als nur Video bieten, geht Apple TV viel weiter und bietet ein iPhone-ähnliches Erlebnis auf einem großen Bildschirm. Sie können beispielsweise im Ikea-Katalog stöbern oder bei Grubhub Essen bestellen.

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